Abendessen mit Privatkoch auf Mallorca: Eine Weihnachtsnacht im Moltak von Francesco F. Colucci
Am 19. Dezember 2025 hatte ich die Gelegenheit, ein privates Weihnachtsessen für eine Gruppe von Freunden im Moltak, einer alten traditionellen Mühle in der Calle Industria in Palma, zuzubereiten. Es handelt sich um einen geschichtsträchtigen, gemütlichen und intimen Ort, der sich ideal für eine festliche Atmosphäre eignet. Das Abendessen war für 12 Gäste und ich arbeitete komplett alleine, wobei ich sowohl für die Gestaltung des Menüs als auch für dessen vollständige Umsetzung von Anfang bis Ende verantwortlich war.
Ein Ort mit Charakter: Moltak als Kulisse
Für mich bestimmt die Wahl des Ortes die Energie eines Abendessens. In diesem Fall bot Moltak etwas, das in einem herkömmlichen Speisesaal nur schwer zu erreichen ist: das Gefühl, sich an einem Ort mit einer starken eigenen Identität zu befinden. Dank der Möglichkeit, diesen Raum zu nutzen, konnten wir dort feiern, und ich möchte mich dafür bedanken, dass wir dieses Weihnachtsessen in einer so einzigartigen Umgebung organisieren durften.
Wenn jemand einen privaten oder persönlichen Koch für eine Veranstaltung auf Mallorca sucht, wird die Bedeutung der Umgebung oft unterschätzt. Diese ist jedoch Teil des Endergebnisses. Ein Ort mit Persönlichkeit trägt dazu bei, dass der Abend „real“ wird: gemütlicher, unvergesslicher, intimer. An diesem Abend war die Absicht von Anfang an klar: Gemütlichkeit, Feierlichkeit und ein gemeinsames Erlebnis ohne Eile.

Die unsichtbare Arbeit: Ein Menü für ein privates Abendessen zusammenstellen
Ein Weihnachtsessen mit Freunden mag einfach erscheinen, bis man sich hinsetzt, um es zu planen. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, unterschiedliche Geschmäcker zu kombinieren, die Zeiten zu koordinieren, das Interesse zwischen den Gängen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass alles angenehm, natürlich und reibungslos verläuft. Für diesen Anlass habe ich ein Angebot zusammengestellt, das eine Auswahl an Canapés mit einem Fünf-Gänge-Degustationsmenü kombiniert und asiatische, italienische und spanische Einflüsse miteinander verbindet.
Diese Kombination wurde nicht als zufällige Mischung konzipiert, sondern als Reise. Bei einem privaten Abendessen ist Ausgewogenheit entscheidend: Jedes Gericht muss überraschen, ohne zu überwältigen, es muss Kontraste geben und die Technik muss präsent sein, ohne starr zu wirken. Für mich war es wichtig, dass ich als Verantwortlicher für die Gestaltung des Menüs auch selbst für die Zubereitung zuständig war. Wenn man einen persönlichen Koch engagiert, ist die Übereinstimmung zwischen dem, was man sich vorstellt, und dem, was serviert wird, entscheidend.
Das Menü: eine Reise voller Texturen, Aromen und Präzision.
Ich begann das Abendessen mit einer lebendigen kalten Vorspeise: Seebarsch-Ceviche mit Mango, Erdbeeren, Avocado und einer Maracuja-Milch. Ich wollte einen frischen und fruchtigen Auftakt, ideal für ein Weihnachtsessen, da er den Gaumen weckt und vom ersten Bissen an eine festliche Stimmung schafft.
Als nächstes wurde eine warme Vorspeise serviert, die einen kompletten Stilwechsel bedeutete: Kürbiscremesuppe mit gerösteten Lauch und Karotten, Ras el Hanout und Essenzen von schwarzem Trüffel. In diesem Fall war es das Ziel, durch den Geschmack eine bestimmte Stimmung zu erzeugen: ein wohltuendes Gericht mit Tiefe und Gewürzen, perfekt, um die warme Atmosphäre aufrechtzuerhalten, die wir uns für diesen Abend gewünscht hatten.
Der erste Hauptgang war ein Gericht, das deutlich den Wert der Beauftragung eines Privatkochs für Veranstaltungen verdeutlichte: die Fähigkeit, komplexe Zubereitungen zu bearbeiten und sie zum richtigen Zeitpunkt zu servieren. Ich bereitete geröstete sardische Fregola mit Tintenfisch- und Kalmarragout, Tartar aus roten Garnelen, knuspriger Zucchini und Schnittlauchöl zu. Die Idee war, das Meer, die Textur und die Technik in einem raffinierten, aber zugänglichen Ergebnis zu kombinieren.
Der zweite Hauptgang war ein bei niedriger Temperatur gegartes Angus-Filet mit einer Kruste aus Panko und Yuzu, serviert mit Selleriepüree und Winterpilzen. Bei diesem Gericht stand die Technik im Vordergrund: Durch Niedertemperaturgaren und Sous-vide-Garen kann ich Präzision, Saftigkeit und Konsistenz in einer privaten Umgebung erzielen, in der alles perfekt sein muss, ohne die Unterstützung einer Restaurantküche.
Zum Abschluss wählte ich ein Dessert, das den Abend auf delikate Weise ausklingen ließ: Ganache aus weißer Schokolade und Ziegenjoghurt mit Beerencoulis und Johannisbrotkeksen. Ein eleganter und ausgewogener Abschluss mit einer cremigen Note, der die Gäste dazu einlädt, den Abend noch etwas am Tisch zu verlängern.

Wenn der Koch anwesend ist: Rhythmus, Aufmerksamkeit und Ruhe.
Über das Menü hinaus war es vor allem meine Anwesenheit während des gesamten Abends, die den Unterschied ausmachte. Bei einem privaten Abendessen ist der Service kein „Extra“, sondern Teil des Erlebnisses. Das Tempo zu kontrollieren ist genauso wichtig wie gut zu kochen: zu wissen, wann man den nächsten Gang serviert, wann man Raum für Gespräche lässt und wann man die Energie steigert oder drosselt.
Für diese Veranstaltung habe ich alleine gearbeitet. Das erfordert Organisation und Erfahrung, schafft aber auch eine ganz besondere Dynamik: Alles dreht sich um eine einzige Person, die koordiniert, kocht und sich um die Details kümmert. Diese Nähe ist einer der Gründe, warum viele Menschen einen Privatkoch für Abendessen auf Mallorca suchen, auch für kleine, intime Zusammenkünfte.
Die Reaktion der Gäste – und warum sie wichtig ist
Die Reaktion war eindeutig: Die Gäste waren glücklich und sehr zufrieden. Und auch wenn es wie ein unwichtiges Detail erscheinen mag, ist es für mich der wichtigste Indikator bei einer privaten Veranstaltung. Denn ein Abendessen wird nicht nur anhand der Rezepte beurteilt, sondern auch danach, wie es erlebt wird. Wenn sich die Menschen entspannen, wenn der Raum gemütlich ist, wenn das Menü passt und überrascht, wenn die Unterhaltung fließt ... dann ist das Erlebnis gelungen.
Dieser Abend im Moltak ist im Wesentlichen ein Beispiel dafür, was ich anbieten möchte: ein sorgfältig zubereitetes Weihnachtsessen mit Technik, Persönlichkeit und einer Atmosphäre, die vom ersten Gang bis zum letzten Löffel geschaffen wird.
Wenn ein Abendessen zu einer Erinnerung wird
Was diesen Abend so besonders machte, war nicht nur das Essen, sondern auch das, was davon blieb: das Gefühl, etwas Gutes geteilt zu haben, in einer entspannten Atmosphäre, mit einer herzlichen und festlichen Energie. Und genau das ist es, was ein Privatkoch meiner Meinung nach bei einer Veranstaltung versprechen sollte: ein Treffen zu einer Erinnerung zu machen, ohne zu übertreiben.
Für alle, die sich zum ersten Mal mit dem Angebot eines Privatkochs auf Mallorca beschäftigen, ist dieses Abendessen eine klare Antwort: Es zeigt, dass ein intimes Erlebnis gastronomische Tiefe, Identität und Emotionen haben kann, ohne dabei seine Einfachheit zu verlieren.








